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Showberichte
Photos © Hartmut Schug: http://www.hartmut-schug.de/
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Manis bei facebook ...
Auch in diesem Jahr eröffnet wieder Manis die Tanz-Saison mit ihren beiden Shows, die Reise der Karawane und die Oriental Fusion Gala. Früher kam letztere an zeitlich erster und letztere an zweiter Stelle. Daß es diesmal anders herum kam, hat schnöde terminliche Gründe.
„26 JAHRE UND DARUM IST LANGE NOCH NICHT SCHLUSS!“

Zur 26. PROJEKTSHOW „REISE DER KARAWANE“ 2018
von Marcel Bieger

Manis hat nicht nur – wieder einmal – ihre Projekt-Teilnehmerinnen zur Show-Reihe geführt, sie breitet auch in ihrer Gala einen bunten Strauß von Tanz-Blumen aus, die man liebt, aber in der schnellebigen Festival-Zeit nicht an jedem dicken Baum sieht. Deswegen viel Spaß bei unserem kleinen Rückblick auf die beiden Shows …
Und wieder erfolgt zu Beginn der Einmarsch der Gladiatoren, äh, Tänzerinnen hinter einem Riesenschleier, und wie stets ist auch hier Manis für die Choreographie verantwortlich. Nach Ansage und Begrüßung (unter anderem des Honorarkonsuls der Inselrepublik Madagaskar, immerhin tanzt die Madegassin Sophia heute abend in der Show) geht es dann los mit dem, was die Frauen in einem Jahr gelernt haben. Die eine Hälfte der Choreographien hat Projektleiterin Manis selbst beigesteuert, die andere Hälfte haben die Teilnehmerinnen selbst entwickelt.

Zehn Frauen der Projektgruppe beginnen mit einem Schleiertanz nach einer Choreographie von Manis und beweisen, wie gut sie die Anregungen und Einheiten ihrer Lehrerin umzusetzen vermögen.

Die ersten Gäste zeigen sich, das Pierre Moussa Ensemble mit fünf reizenden jungen Damen, die einen hübschen klassischen orientalischen Tanz zeigen, zwar ohne den Chef, aber nach seiner Choreographie. – In der dritten Abteilung zeigt Teilnehmerin Claudia einen Tango Oriental nach einer Choreographie von Manis, einem ihrer Lieblingsthemen und offensichtlich auch von Claudia.

Karibische Klänge und Schritte von Andrea, ein rhythmisches, in die Beine gehendes Stück, ebenfalls von Manis geschrieben und von der Künstlerin hervorragend umgesetzt. – Die Gruppe Safira hebt in verkleinerter Form, als Trio, zu einer eigenen Interpretation des Stückes „Je ne regrette rien“ an, und das in sehr anrührend und stimmungsvoll. – Sophia hat sich eine Choreographie des Weltstars Antonio Rodriguez vorgenommen und geht in dem Samba/OT so richtig aus sich heraus. Der Honorarkonsul kann stolz auf sein Landeskind sein.

Zwei Gäste, unsere beiden Lieblings-Libanesen, Iman Hadad und Pierre Moussa im Duo; so etwas hat man sich immer schon gewünscht, bekommt es hier aber zum ersten Mal zu sehen. Sie zeigen uns eine zauberhafte Improvisation eines Orientalischen Tanzes, und wir wünschen uns mehr davon. – Und natürlich ist nun wieder die PG (Projektgruppe) an der Reihe: Petra führt uns einen "burlesque" nach eigener Choreographie (und einer Idee von Manis) vor, der angenehm dezent die Zuschauer erfreut. – Zu Gast ist auch die Mittwochsgruppe, sie nimmt Aufstellung zum klassischen OT unter theoretischer Mitwirkung – die Choreographie – von Manis. Der orientalische Tanz kommt bei ihr eben nie zu kurz.

Manis‘ praktische Mitwirkung erleben wir jetzt, wenn sie mit ihrer Gruppe Sinam OT tanzt. Wie bei ihr gewohnt dürfen wir uns auf Fusion und phantasievolle Einschübe freuen, und richtig fetzig wird es beim Trommelsolo.

Iman Hadad erscheint nun zum Solo, eine sehr eindringlich vorgetragene sehr weibliche OT-Improvisation, klasse!

Zwölf Frauen, die gesamte Projektgruppen-Schar, steht nun in einer langen Reihe hintereinander auf der Bühne. Zunächst tanzen sie auf der Stelle, dann nutzen sie die Weite des Dielenbodens, ein phantastisches Bild, wenn hier ein Dutzend Künstlerinnen zum Afro-OT neben- und durcheinanderwirbeln!
Nach der Pause kommen die Amazonen, das Ensemble Safira erscheint zum Säbeltanz, und damit noch nicht so ganz ausgelastet, bringen sie auch ihre Isis-Flügel mit. Was für eine interessante Idee, Choreographie natürlich von Manis.

Das Pierre Moussa Ensemble beglückt uns ein weiteres Mal, diesmal mit einem libanesischen orientalischen Tanz. Am Anfang vermissen wir den Meister, doch dann schleicht er sich zwischen die jungen Damen und … tanzt seinen Dabke. Die Mädels wenden sich empört ab, bis sie sich ihm wieder anschließen. Was für ein Spaß!
Höchste Zeit, die Projektgruppe wiederzusehen, denn es ist ja schließlich ihr Abend. Und schon gibt es einen schmucken, wilden Zigeunertanz zu bewundern, der in der Mitte zum Balkantanz wird und dann wieder zum Ursprung zurückkehrt, und wiederum sieht man den Tänzerinnen an, wieviel Spaß ihnen dieser Abend macht.

Ganz gegen ihre Gewohnheit reiht sich Manis ein zweites Mal unter den Aktiven ein, aber es ist Grippewetter, und da muß die Lehrerin auch schon einmal einspringen, damit ihre Choreographie aufgeht. Wir beklatschen einen romantisch dramatischen Schleiertanz der Gruppe Sinam. – Sandra, die auch vor düsteren Fantasy-Stücken nicht zurückschreckt, kommt uns in diesem Jahr burleskisch, „In der Bar zum Krokodil“ nach eigener Choreographie und mit einigen pantomimischen Einlagen. – Und ein weiteres Mal das fröhliche Lächeln von Sophia, die hinreißend einen Bollywood zu einer Choreographie von Sophia Chariarse tanzt.

Voi-Pois dürfen nicht fehlen, und die tänzerisch zu bedienen, hat die Projektgruppe natürlich auch gelernt. Manis führte Regie, äh, Choreographie, und so wird auch aus diesem Teilnehmertanz ein Erlebnis.
Jasmin Moussa hat ein Solo vorbereitet, einen klassischen Raks Sharki, der einschmeichelnd beginnt und dann immer eleganter wird. Alle Achtung! – Die Mittwochsgruppe bewundern wir jetzt ebenfalls zum zweiten Mal, das Quartett läßt die Isis-Flügel wallen, und die Choreographin Manis freut sich, weil alles so gut klappt.

Iman Hadad läßt es sich nicht nehmen, uns einen weiteren Tanz zu schenken, eine Baladi-Improvisation. Ganz in sich versunken paßt sie sich sehr gut der Musik an.

Zum Schluß kommt dann die ganze Projektgruppe noch einmal auf die Bühne, zu einem Raks Sharki, der mit einem Stocktanz verknüpft ist. Das Ganze in der Manis-eigenen Choreographie mit Kleingruppen, die sich trennen und wiederfinden, und überhaupt mit einem für diese Künstlerin typischen geordneten Chaos.

Wie schön, das noch einmal erlebt zu haben, und dann flugs den Anzug gewechselt, denn kaum eine Woche später geht es schon weiter, nämlich mit der ...

„TANZ IST ZEIT MIT UNSERER SEELE!“
3. ORIENTAL FUSION GALA

von Marcel Bieger
Es ist eine Veranstaltung von Manis, und da machen nun mal gern die ihr nahestehenden Gruppen den Anfang: Safira tanzt uns im Sextett eine typische Manis-Choreographie, ein liebliches, eingängiges Stück!
Den Shaabi pflegt heute Iman, und nach längerem Intro bringt der volle Einsatz von Bauch, Haaren und anderem das Publikum zum Mitklatschen. – Tribal Fusion-Spitzenklasse darf man auch von Cristina Zegarra erwarten, und man wird nie enttäuscht. Heute mit OT- und Drehtanz-Elementen. - Ein Ausflug in mittelamerikanische Gefilde gefällig? Ivana Scavuzzo bittet mit ihrem Nontett zum Salsa. Zwischendurch tanzt die Chefin mit Partnerin ein Duo, das auchandere Elemente enthält. Beeindruckend.
Antonio Rodriguez stürmt erneut auf die Bühne und bringt uns alle mit zwei Schleiern, wildem Samba und ganz viel Temperament zum Füßestampfen. Einfach klasse, da können sich so manch andere männliche Tänzer, die gern das Publikum animieren, eine dicke Scheibe von abschneiden. - Aus Augsburg kehrt Ida Mahin zurück. Schleiertanz und Musik vom Anfang des letzten Jahrhunderts bekommen wir geboten, und es wäre nicht Ida, wenn ihr diese schwierig anmutende Mischung nicht gelingen würde.
Salomons Töchter sind das Show-Ensemble von Shahrazad und pflegen seit Jahren den Bollywood. Und was wir heute zu sehen bekommen, hat schon ziemlichen Anspruch. Bollywood ist eben nicht nur Tra-la-la.
Manis begleitet nun Sinam, und es zeigt sich nur noch ein Trio (seit der Projektshow in der letzten Woche ist der Krankenstand noch einmal angestiegen). Die drei führen einen langsameren Schleiertanz auf, und trotz der verringerten Frauschaft gelingt das alles hervorragend. – Mojgan jetzt im Alleingang mit einem fesselnden und mitreißenden Solo zu der von ihr favorisierten zentralasiatischen Volksmusik.

Unruhe auf der Bühne: Bruno Assenmacher und seine Ratatouilles bauen ihre Instrumente an und machen dann das, was sie am liebsten machen: Getöse … rhythmisches, mitreißendes und gutgelauntes Getöse, und das lieben wir an ihnen.
Damit es keine neue Umbaupause gibt, spielen die Ratatouilles nach der Pause gleich weiter. Man merkt den Damen und Herrn deutlich an, wieviel Spaß ihnen das Trommeln macht, respektive das Triangel anschlagen, und es gibt sogar eine kleine Zugabe.
Die Tribal Fusion-Gruppe von Niederrhein und Ruhrgebiet, Coal Dust, heute als Sextett unterwegs, tanzt zu einer schönen Choreographie von Chefin Cristina einen hochentwickelten TF-Ensembletanz.
Mit schwarzer Isis am Rücken schwebt Safira jetzt herein und läßt die Säbel zum gleichnamigen Tanz klirren. Eine rhythmische Angelegenheit im Sextett.
Ivana Scavuzzo kann vom Salsa nicht genug bekommen, und wir auch nicht, wenn sie ihn tanzt, gleich ob mit Gruppe oder wie hier solo. Eine feurige Geschichte. – Sway zeigt sich in ihrem Fantasykostüm: mit ihrer Maske aus einem ausgebreiteten Raben und tanzt düster und unheimlich, aber sinnlich. - Lisa Müller-Albrecht ist ein aufstrebender Stern am Tribal Fusion-Himmel und kommt heute mit ihrer Gruppe Con-Fusion. Adrian, den wir eben als Digeridoo-Spieler gehört haben, begleitet sie auf seiner Djembé.
Das Mojgan Ensemble führt uns zu den Ursprüngen zurück (tribe=Stamm), und auch der OT hat seine Wurzeln im asiatischen Volkstanz. Das Oktett bringt uns Persisches nahe.
Immer wieder gern gesehen, Sway. Sie hat in der deutschen Tribal Fusion-Geschichte bereits ein ganzes Kapitel geschrieben und präsentiert uns diesen Tanz heute ballettös.
Es folgen Eliana und Lisa Müller-Albrecht im Duo. Ihr Tanz vereint Tribal Fusion mit Modern und Zeitgenössischem, und das finden wir ganz wunderbar. Die beiden haben noch einiges miteinander vor …
Gamila gibt ein improvisiertes Raks Sharki-Solo, in dem sie uns, tänzerisch, sehr viel zu sagen hat. – Und jetzt ein Weltklassekünstler, Bouni, ein Hip Hop-Star der ganz besonderen Art. Staunend verfolgen wir, welche Möglichkeiten dieser Tanzstil inzwischen entwickelt hat. – Carinha & Adrian singen und spielen wieder, diesmal begleitet von Manis, die sich uns in Schmetterlings-Isis-Flügeln zeigt. Adrian hat wieder seine Djembé dabei, und Carinha singt wie ein Engel.
Eliana tanzt aus ihrer russischen Heimat einen Zigeunertanz, und so hat man das noch nicht gesehen. Die Künstlerin hat wirklich ein Händchen für ungewöhnliche, gleichwohl eingängige Melodien. – Iman tanzt voller Sehnsucht nach ihrer Heimat Libanon, diese mitschwingende Sehnsucht überträgt sich bald auf uns.

Die Holländerin Shahrazad tanzt mit ihrem Ensemble Salomons Töchter einen traditionellen Bollywood, aber mit ganz neuer Choreographie.
Ida Mahin und Max, ja, der Herr, der uns durch den Abend begleitet hat, führen vor, was uns in der „Cyber Romance“ erwarten dürfte: Angetan in bunte Lichtgewänder und mit Leucht-Gebiß spielt sich in der Zukunft anscheinend viel auf dem Boden an. Sie kommen zusammen, verlieren sich und finden sich wieder (daran ändert sich wohl nie etwas); danke, Ida, dafür, Deinen vielen tollen Ideen eine weitere großartige hinzugefügt zu haben.
Und den Schluß gibt Antonio Rodriguez mit einem Raks Sharki inklusive Schleier-Intro. Unnötig zu erwähnen, daß bei einem solchen Talent sofort Stimmung aufkommt, und die steigert sich noch bei seinen Shimmy-Salven. Früher nannte man den letzten im Reigen den Rausschmeißer, bei Antonio wollen wir aber noch viel mehr …
Homepage: www.manis-tanz.de
Projektgruppe Manis
Sophia mit Bollywood
Mittwochsgruppe
Iman und Pierre Moussa
Iman
Projektgruppe Manis
Ensemble Safira
Pierre Moussa & Ensemble
Projektgruppe Manis
Sandra
Projektgruppe Manis
Safira
Eliana und Lisa
Sway
Ensemble Mojgan
Iman
Ivana Scavuzzo und Tanzpartnerin
Cristina Zegarra
Manis & Gamila
Carinha & Antonio Rodriguez
Antonio Rodriguez
Ida Mahin
Shahrazad und Salomons Töchter
Sinam
Bruno Assenmacher und Ratatouille
Mojgan
Coal Dust
Gruppe Ivana Scavuzzo
Sway
Ivana Scavuzzo
Safira
Lisa Müller-Albrecht und Ensemble Con-Fusion
Gamila
Manis und Carinha
Bouni
Eliana
Iman
Salomons Töchter
Ida und Max
Antonio Rodriguez
Finale
Ja, da warten wir immer gern drauf: Manis & Gamila im Duo. Beide lieben den klassischen orientalischen Tanz, vor allem Raks Sharki und Trommelsolo, und das sieht man jeder einzelnen ihrer synchronen Schritte an.

Etwas Musik und Gesang, aber gern mit Carinha & Adrian: sie singt mit Hingabe, er bläst ins Didgeridoo, und zu ihnen gesellt sich Antonio Rodriguez und tanzt improvisiert. Da kriegt man den Mund vor Staunen erst einmal nicht mehr zu. - Mit einem orientalischen Tanz erfreuen uns nun
Pierre Moussa und sein charmantes Ensemble.
Pierre Moussa und Ensemble